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AUCTION 58
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14 Datensätze

Altenkirch, Otto

Dreher, Richard

Hegenbarth, Josef

Jüchser, Hans

Kretzschmar, Bernhard

Kriegel, Willy

Kuehl, Gotthardt

Lange, Otto Paul

Müller, Heinrich Eduard

Querner, Curt

Richter, Adrian Ludwig

Rudolph, Wilhelm

Schrödel, Friedrich Reinhard

Ströher, Friedrich Karl




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Richard  Dreher

1875 Dresden – 1932 Dresden

Deutscher Grafiker, Zeichner, Maler und Buchillustrator. Als Vierzehnjähriger Lehre bei einem Dresdner Lithografen. 1892 wechselte er nach Berlin und wurde später Retuscheur bei einem Fotografen, als Maler zunächst Autodidakt. 1903 Teilnahme an Kunstausstellungen in Berlin und Dresden, später in der Galerie Ernst Arnold und bei Paul Cassirer. 1908/09 Villa-Romana-Preis und Aufenthalt in Florenz. 1912 Studienreisen nach Dänemark, Südfrankreich und Italien. 1919 Lehrauftrag an der Kunstakademie Dresden, bis 1932 neben Oskar Kokoschka Professor für Malerei, 1928/29 Rektor ebendort. Er beschickte etwa ab 1908 regelmäßig Ausstellungen der Sezessionen in Berlin und München sowie die Künstlerbund-Ausstellungen. Während Dreher im Frühwerk dem Neoimpressionismus (Hamburger Hafenbilder und Dresdner Stadtlandschaften) nahe stand, wies er später Schülern wie Wilhelm Lachnit und Friedrich Skade den Weg zur Vereinfachung des empfangenen Natureindrucks in der Suche nach objektiven Bildgesetzmäßigkeiten.

KatNr. 200101 Richard Dreher, Am Strand von Forte dei Marmi in der Toskana (?). 1909.

Richard Dreher, Am Strand von Forte dei Marmi in der Toskana (?). 1909.

Richard Dreher 1875 Dresden – 1932 Dresden

Oil on canvas. Unsigniert. Verso auf der Leinwand Mi. mit dem Nachlass-Etikett, darauf nummeriert "Bild.Nr. 028", in Kugelschreiber datiert sowie authorisiert durch den Sohn des Künstlers Christoph Dreher. Auf dem Keilrahmen o.Mi. in Farbstift nummeriert "339" und bemaßt. In einer weiß gefassten Holzleiste gerahmt. Auf dem Rahmen verso o.Mi. ein Papieretikett, darauf nummeriert "28".

Vgl. dazu drei weitere Gemälde mit selben Motiv: Werkliste Agnes Dreher 28; 29; 33 (Stiftung Richard Dreher).

Nach Jahren intensiver künstlerischer Auseinandersetzung erhielt Richard Dreher 1908 den Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbunds, der es ihm ermöglichte, sich im darauf folgenden Jahr in Italien in voller Konzentration seinem Kunstschaffen zu widmen. Aus dieser fruchtbaren Zeit von 1909-10, zunächst in Florenz und anschließend an der Mittelmeerküste in Forte dei Marmi, stammt das vorliegende Gemälde, das unter dem Eindruck der weiten toskanischen Landschaft und südlichem Licht entstand.
In leuchtendem Kolorit schildert Dreher eine Strandszene vor einer pittoresken Bergkulisse.
Deutlich wird in diesem Bild die Auseinandersetzung des Künstlers mit der italienischen Frührenaissance, die er während seines Aufenthalts in der Toskana an Originalen studieren konnte.
Mit meisterlicher Klarheit und durch Vereinfachung der Formen erfasste Dreher sein Motiv in breiten, präzise gesetzten Pinselzügen. Die Modernität dieses Werks zeigt sich im Grad der Abstraktion und im freien Umgang mit der Farbe, die hier als wichtigstes Gestaltungs- und Ausdrucksmittel fungiert.

Leichter Malschicht-Abrieb im Falzbereich. Wenige kleine Retuschen im Himmel. Eine sehr unscheinbare, lange, diagonale Druckspur Mi. und eine weitere, längliche mit leichter Deformation der Leinwand u.Mi. Braune Bindemittel-Laufspuren am li. Rand im Falzbereich.

60,4 x 83,5 cm, Ra. 70,2 x 91,8 cm. 6.000 €
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