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KatNr. 74 Heinrich Eduard Müller, Rast am großen Stein (Gegend bei Dalmatien). 1847.

074   Heinrich Eduard Müller, Rast am großen Stein (Gegend bei Dalmatien). 1847.

Heinrich Eduard Müller 1823 Poltawa – 1853 Dresden

Bleistiftzeichnung auf leichtem Karton. Ligiert monogrammiert "HM" u.re. Verso von fremder Hand in Blei orts- und künstlerbezeichnet. An den o. Ecken im Passepartout montiert, dort nochmals bezeichnet.

Finger- und etwas knickspurig, leicht angeschmutzt, mit vereinzelten Flecken. Vereinzelte kleine oberflächliche Bereibungen. Verso punktuelle Papierrückstände am Rand.

15,8 x 22,5 cm, Psp. 40 x 53,5 cm. 750 €
KatNr. 85 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 85 Adrian Ludwig Richter

085   Adrian Ludwig Richter "Gegend bei Tux". 1823.

Adrian Ludwig Richter 1803 Dresden – 1884 ebenda

Bleistiftzeichnung auf feinem, bläulichen Papier mit seitlichen Umschlagflügeln. Unsigniert. Unterhalb der Darstellung ausführlich von Künstlerhand (?) bezeichnet "Gegend bei Tux - auf den Alpen in der Nähe der Gletscher". Verso in brauner Tinte adressiert an Augusta Freudenberg sowie mit Resten des Siegels von A. L. Richter. An den o. Ecken auf Untersatzkarton montiert, dort ausführlich von fremder Hand in Blei bezeichnet, u.a. mit dem Nachlass-Verweis "Helene Kretzschmar, geb. Richter".

Den Brief mit inneliegender Zeichnung adressierte A. L. Richter an seine Verlobte Augusta Freudenberg Mitte August des Jahres 1823 auf der Reise nach Rom. Diese führte den Künstler durch die österreichischen Alpen. Vgl.: Ludwig Richter, Lebenserinnerungen eines deutschen Malers. Frankfurt/Main 1895. Zwölftes Kapitel. S. 116.

Stockfleckig, die Umschlagflügel gebräunt. Ränder ungerade und mit winzigen Einrissen. Die rückseitige Adressierung in brauner Tinte recto etwas durchscheinend. Verso leichte Tintenabdrücke.

Darst. 12,3 x 12 cm, Bl. 20,3 x 25 cm, Psp. 39,7 x 29,8 cm. 1.500 €
Zuschlag 1.200 €
KatNr. 143 Otto Altenkirch
KatNr. 143 Otto Altenkirch
KatNr. 143 Otto Altenkirch

143   Otto Altenkirch "Reinsberger Lindenallee (Herbst)". 1931.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Öl auf Leinwand. Signiert "Otto Altenkirch" und datiert u.li. Verso auf der oberen Keilrahmenleiste in schwarzer Farbe betitelt, nochmals signiert "Otto Altenkirch" und ortsbezeichnet "Dresden". Auf der unteren Keilrahmenleiste li. auf einem Etikett typografisch nummeriert "372". In einer bronzefarbenen, profilierten Holzleiste mit ornamental verzierten Ecken gerahmt. Verso auf oberer Rahmenleiste re. auf einem alten Papieretikett handschriftlich nummeriert "356".
WVZ Petrasch 1931-37-S.

Provenienz: Sächsische Privatsammlung, erworben von der Witwe des Künstlers Anna Altenkirch.

Leinwand etwas wellig, mit leichten, unscheinbaren Deformationen auf der gesamten Bildfläche. Malschicht im Falzbereich minimal berieben. Malmaterialbedingt partiell glänzende Stellen. Vereinzelt punktförmige, bräunliche Fleckchen auf der Oberfläche. Unscheinbares, alterungsbedingtes Krakelee. In den Bäumen Mi. mehrere kleine Stellen mit hochstehenden, gelockerten Schollen und Fehlstellen in oberer Malschicht.

87,2 x 103 cm, Ra. 99 x 114,2 cm. 8.500 €
Zuschlag 9.000 €
KatNr. 144 Otto Altenkirch

144   Otto Altenkirch "Mulde bei Rodigt". 1920.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Öl auf Leinwand. Signiert "Otto Altenkirch." u.li. Verso auf oberer Keilrahmenleiste in schwarzer Farbe nochmals signiert, betitelt, mit einer Widmung "seiner lieben Nichte Frieda zugeeignet." sowie mit der Werknummer "1920 58 ph" versehen.
WVZ Petrasch 1920-58-S.

Malschicht mit partiellem Alterungskrakelee. Leichter Malschicht-Abrieb an den Ecken. Leinwand verso mit bräunlichen Bindemittel-Flecken und Farbe vereinzelt und partiell durchgedrungen.

66 x 91 cm. 5.500 €
KatNr. 193 Carl Ritter von Dombrowski, Englische Parforcejagd. Anfang 20. Jh.
KatNr. 193 Carl Ritter von Dombrowski, Englische Parforcejagd. Anfang 20. Jh.
KatNr. 193 Carl Ritter von Dombrowski, Englische Parforcejagd. Anfang 20. Jh.

193   Carl Ritter von Dombrowski, Englische Parforcejagd. Anfang 20. Jh.

Carl Ritter von Dombrowski 1872 Ulitz – 1951 München

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "Carl von Dombrowski". Verso in Blei und Fasterstift bezeichnet "M 857". Im breiten, profilierten, bronzefarben gefassten Rahmen.

Oberfläche minimal angeschmutzt. Rahmen mit kleinen Bestoßungen in der Ecke o.li.

85 x 115 cm, Ra. 103 x 133 cm. 3.500 €
KatNr. 202 Richard Dreher, Am Strand von Forte dei Marmi in der Toskana (?). 1909.

202   Richard Dreher, Am Strand von Forte dei Marmi in der Toskana (?). 1909.

Richard Dreher 1875 Dresden – 1932 Dresden

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf der Leinwand Mi. mit dem Nachlass-Etikett, darauf nummeriert "Bild.Nr. 028", in Kugelschreiber datiert sowie authorisiert durch den Sohn des Künstlers Christoph Dreher. Auf dem Keilrahmen o.Mi. in Farbstift nummeriert "339" und bemaßt. In einer weiß gefassten Holzleiste gerahmt. Auf dem Rahmen verso o.Mi. ein Papieretikett, darauf nummeriert "28".

Vgl. dazu zwei motivgleiche Gemälde laut Werkliste Agnes Dreher, Nr. 338; 440.

Nach Jahren intensiver künstlerischer Auseinandersetzung erhielt Richard Dreher 1908 den Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbunds, der es ihm ermöglichte, sich im darauf folgenden Jahr in Italien in voller Konzentration seinem Kunstschaffen zu widmen. Aus dieser fruchtbaren Zeit von 1909-10, zunächst in Florenz und anschließend an der Mittelmeerküste in Forte die Marmi, stammt das vorliegende Gemälde, das unter dem Eindruck der weiten toskanischen Landschaft und südlichem Licht entstand.
In leuchtendem Kolorit schildert Dreher eine Strandszene vor einer pittoresken Bergkulisse.
Mit meisterlicher Klarheit und durch Vereinfachung der Formen erfasste Dreher sein Motiv in breiten, präzise gesetzten Pinselzügen. Die künstlerische Weiterentwicklung des Malers zeigt sich in diesem Werk im Grad der Abstraktion und im freien Umgang mit der Farbe, die hier als wichtigstes Gestaltungs- und Ausdrucksmittel fungiert. Man sagt, Richard Dreher habe einen Kompromiss zwischen impressionistischen Errungenschaften und den expressionistischen Zielen gesucht. Gert Clausnitzer sieht dies in den Italienbildern des Jahres 1909 am überzeugensten belegt: "Im Gegensatz zur 'zeitlosen Ruhe' seiner früheren Werke, entfaltet Dreher hier ein kraftvolles 'Stakkato'. Dreher wendet sich zur Affektmalerei des Expressionismus hin. Die Seebilder werden in wellenförmigen Linien strukturiert [...]. Spontan ins Bild tretende Figuren beleben die Bilder Drehers und gliedern die Gesamterscheinung solcher Werke, verleihen ihnen gleichsam eine vibrierende Bewegtheit.[...]".(zitiert nach Gert Claußnitzer: Begnadeter Maler von Landschaften. Richard Dreher in Dresden wiederentdeckt. Veröffentlicht in: Neues Deutschland, 09.04.2002.).
Vgl. Kat. Richard Dreher. Gedächtnisausstellung, Sächsischer Kunstverein zu Dresden, 1933; Kat. Richard Dreher, Galerie Neue Meister, Dresden 2002.

Malschicht partiell leicht angeschmutzt. Wenige kleine Retuschen im Himmel. Eine sehr unscheinbare, lange, diagonale Druckspur Mi. und eine weitere, längliche mit leichter Deformation der Leinwand u.Mi. Leichter Malschicht-Abrieb im Falzbereich. Braune Bindemittel-Laufspuren am li. Rand im Falzbereich.

60,4 x 83,5 cm, Ra. 70,2 x 91,8 cm. 6.000 €
KatNr. 301 Josef Hegenbarth
KatNr. 301 Josef Hegenbarth
KatNr. 301 Josef Hegenbarth

301   Josef Hegenbarth "Enten". Um 1938.

Josef Hegenbarth 1884 Böhmisch Kamnitz – 1962 Dresden-Loschwitz

Öltempera auf Malpappe. Signiert o.re. "Jos Hegenbarth". Verso o.re. mit einem Klebeetikett versehen, darauf in Blei nummeriert "Inv. Nr. 384". In einer vergoldeten Hohlkehlleiste mit Blattspitzenkarnies als Sichtleiste gerahmt.
WVZ Zesch A V 557.

Bildträger unscheinbar konvex gewölbt. Pastositäten gepresst, teils mit Abrieb. Ecke u.re. und o.re. leicht bestoßen und mit kleinen Malschicht-Fehlstellen sowie geringfügige Lockerung o.re. Vereinzelt weitere kleine Malschicht-Verluste im Randbereich. Verso atelierspurig.

32,5 x 43,4 cm, Ra. 45,6 x 55,1 cm. 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5.000 €
KatNr. 367 Hans Jüchser, Zwei Kinder im sommerlichen Garten (Usedom?). 1935.
KatNr. 367 Hans Jüchser, Zwei Kinder im sommerlichen Garten (Usedom?). 1935.
KatNr. 367 Hans Jüchser, Zwei Kinder im sommerlichen Garten (Usedom?). 1935.
KatNr. 367 Hans Jüchser, Zwei Kinder im sommerlichen Garten (Usedom?). 1935.

367   Hans Jüchser, Zwei Kinder im sommerlichen Garten (Usedom?). 1935.

Hans Jüchser 1894 Chemnitz – 1977 Dresden

Öl auf Papier. Signiert "Jüchser" und datiert u.li. Verso auf der Einrahmungspappe o.Mi. ein Händler-Etikett "Johannes Wetzlich, Kunsthandlung Dresden". In einer schmalen, rot-silber gefassten Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Privatbesitz, Dresden; erworben im Atelier des Künstlers.

Die Bekanntschaft und daraus erwachsene Freundschaft zu dem Maler Otto Niemeyer-Holstein, welchen Hans Jüchser erstmalig 1932 auf Hiddensee traf, führte dazu, dass Jüchser mit seiner Familie in den nachfolgenden Jahren einige Wochen im Sommer in Lüttenort auf Usedom verbrachte. Der Maler beschrieb diese Zeit später als "erfüllte Wochen voller Heiterkeit, Gelöstheit, Arbeit und Geselligkeit mit vielen Gleichgesinnten...". (Vgl.: Porstmann, G.; Karohl, L.: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Dresden, 2010. S. 128.)
Diese beschriebene fröhliche Heiterkeit wohnt dem hier angebotenen Gemälde inne, das strahlende Gelb der Sonnenblume, das Azurblau des Himmels, das warme, sonnengebräunte Inkarnat der Kinder zeugen von der Hochstimmung des Künstlers, in welcher er beim Malen dieses Sommergartens gewesen sein muss.

Bildträger etwas wellig und gebräunt. Je ein Reißzwecklöchlein und -abdruck an den Ecken sowie an allen vier Rändern Mi. (aus dem Werkprozess). Pastositäten minimal gepresst. Kleiner dunkler Farbfleck in der Sonnenblume und minimales Alterskrakelee in gelber Pastosität der Sonnenblume Mi.

36,2 x 41,8 cm, Ra. 48,9 x 59,5 cm. 5.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4.500 €
KatNr. 406 Ernst Kolbe, Dresden - Blick auf Augustusbrücke und Hofkirche. 1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 406 Ernst Kolbe, Dresden - Blick auf Augustusbrücke und Hofkirche. 1. Viertel 20. Jh.
KatNr. 406 Ernst Kolbe, Dresden - Blick auf Augustusbrücke und Hofkirche. 1. Viertel 20. Jh.

406   Ernst Kolbe, Dresden - Blick auf Augustusbrücke und Hofkirche. 1. Viertel 20. Jh.

Ernst Kolbe 1876 Marienwerder – 1945 Rathenow

Öl auf Leinwand. Signiert "E. Kolbe" u.li. Verso auf der Leinwand u.re. in Kreide nummeriert "1382" und auf dem Keilrahmen o.li. handschriftlich in Schwarz ortsbezeichnet "Stuttgart". Auf dem Keilrahmen und Rahmen o. nummeriert "X56647". In einem historistischen, goldfarbenen Stuckrahmen mit eck- und mittebetonenden Kartuschen. Verso auf dem oberen Rahmenschenkel in Schwarz handschriftlich bezeichnet "Ernst Kolbe Berlin Steglitz" sowie an Ecke u.li. nochmals "Stuttgart". Auf einem alten fragmentarisch erhaltenen Papieretikett u.re. typografisch betitelt "Augustusbrücke in Dresden" und mit weiterer, unleserlicher Bezeichnung.

Sehr kleine Malschicht-Fehlstelle Mi. Geringfügiger Abrieb der Malschicht im Falzbereich. Vereinzelt wenige punktförmige, braune Flecken auf der Oberfläche. Maltechnikbedingte leinwandsichtige Stellen. Firnis etwas gegilbt.

68,5 x 74,5 cm, Ra. 91,3 x 97,4 cm. 2.200 €
KatNr. 420 Willy Kriegel, Wiesenstück mit Löwenzahn. Ende 1930er Jahre.
KatNr. 420 Willy Kriegel, Wiesenstück mit Löwenzahn. Ende 1930er Jahre.
KatNr. 420 Willy Kriegel, Wiesenstück mit Löwenzahn. Ende 1930er Jahre.

420   Willy Kriegel, Wiesenstück mit Löwenzahn. Ende 1930er Jahre.

Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg

Öl und Tempera auf Leinwand, auf Sperrholzplatte kaschiert. Monogrammiert "K" u.li. Verso mit vollflächigem, weißen Anstrich. In einer breiten, profilierten Holzleiste mit goldfarbenem Einleger als Sichtleiste gerahmt.

Malschicht im Falzbereich leicht berieben. Mehrere kleine, unscheinbare Druckstellen in der Malschicht, eine längliche, etwas größere (1,5 cm) u.li. Vereinzelte, sehr kleine Retuschen.

72,6 x 89,8 cm, Ra. 91,3 x 111,5 cm. 7.000-8.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 421 Gotthardt Kuehl

421   Gotthardt Kuehl "Brühlsche Terrasse mit Hofkirche". Um 1910.

Gotthardt Kuehl 1850 Lübeck – 1915 Dresden

Öl über Blei und schwarzer Kreide auf Malpappe im Oval. In Blei signiert "G. Kuehl" u.li. Im originalen ovalen, goldfarbenen Stuckrahmen. Verso mit dem Papieretikett "Emil Richter Hof-Kunsthändler Sr. Majestät des Königs".
Nicht im WVZ Neidhardt, vgl. jedoch WVZ Neidhardt 651 (Hauptgemälde) und 652 (weitere Vorarbeit).

Im Jahr 1908 beauftragte der Dresdner Stadtrat Gotthardt Kuehl mit der Ausführung von elf Landschaftsgemälden für den Sitzungssaal der Stadtverordneten im Neuen Rathaus. Die Serie umfasste Ansichten der Alt- und Neustadt, sowie der historischen Dorfkerne Kaditz und Leubnitz-Neuostra.
Neben der hier angebotenen Vorabeit in Öl ist noch ein Exemplar für das Sujet "Brühlsche Terrasse mit Hofkirche" in Gouache und Farbkreiden auf Pappe bekannt, diese befindet sich in der Sammlung der Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden.
Als besonderes Charakteristikum prägt das ovale Format die Serie, welches im Genre der Landschaftsgemälde eine außergewöhnliche Bildgrenze zieht.
Vgl. Gerkens, G.; Zimmermann, H.: Gotthardt Kuehl. 1850-1915. Leipzig, 1993. S. 154f.

Malschicht im o.li. sowie u. Bildbereich mit kleinen Stockfleckchen. Winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Unscheinbare, punktförmige Druckstelle im Himmel o.Mi. Senkrechte, längliche Laufspur eines Bindemittels in der u. Bildhälfte Mi. Umlaufend an den Rändern partiell leichte Abdrücke des Rahmenfalzes. Rahmen mit Lockerung im Stuck.

Oval H. max. 84,8 x 66,4 cm, Ra. 97 x 75,3 cm. 16.000-18.000 €
KatNr. 425 Bernhard Kretzschmar, Ostseestrand bei Ahrenshoop. Wohl 1960er Jahre.

425   Bernhard Kretzschmar, Ostseestrand bei Ahrenshoop. Wohl 1960er Jahre.

Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden

Öl auf Malpappe, vollflächig auf Hartfaser kaschiert. Unsigniert.

Mit einer schriftlichen Authentizitätsbestätigung von Peter Stilijanov, Klosterneuburg.

Reißzwecklöchlein an den Ecken, u.li. mit kleiner, unscheinbarer Auffaserung der Malpappe. Vier winzige punktförmige Druckstellen am Rand u.Mi. Kleiner Kratzer mit heller Farbspur im Himmel re.Mi. Pastoser Farbfleck (werkimmanent?) am Rand o.re. Partielle Ablösung des Kartons von der Hartfaser im Randbereich, insbesondere an Ecke u.li.

36,7 x 49,6 cm, Hartfaser 37,3 x 50,5 cm. 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 437 Otto Paul Lange

437   Otto Paul Lange "Paar in sitzender Umarmung". 1919/1920.

Otto Paul Lange 1879 Dresden – 1944 ebenda

Kaltnadelradierung auf leichtem Karton. In der Platte monogrammiert "OL" u.li. Unterhalb der Darstellung in Blei signiert "Ottolange" re. sowie bezeichnet "Selbstdruck" li. Aus der Mappe "Dresdner Sezession. Gruppe1919", anlässlich der 3. Ausstellung der "Dresdner Sezession. Gruppe 1919" in der Galerie Arnold, Dresden, 1920. Im Passepartout montiert.
WVZ Schönjahn R 86; nicht mehr im WVZ Boettger.

"Dieser gratige Druck zeigt ein exotisch wirkendes Liebespaar, dessen Darstellung von afrikanischen Skulpturen inspiriert ist. In einem mit knappen Linien angedeuteten Raum kauert das Paar, das Lange, von wenigen Schattierungen und Binnenzeichnungen im Gesicht abgesehen, nur als reine Kontur wiedergibt. Die beiden Liebenden sind so eng umschlungen, dass ihre Köpfe zu einem gemeinsamen Haupt in Herzform zu verschmelzen scheinen. Die Gleichzeitigkeit der Profil- und vermeintlichen Frontalansicht erinnern an Picassos analytischen Kubismus. Sujet und Art der Darstellung legen nahe, dass diese Radierung im Zusammenhang mit Otto Langes Illustrationen zu Laurids Bruuns exotischem Roman "Van Zantens glückliche Zeit" entstanden ist." (Zitiert nach: Schönjahn, Claudia: Monumentale Graphik! Otto Lange (1879-1944). Leben und Werk. Werkverzeichnis seiner Druckgraphik. Petersberg, 2014. S. 236.).

Im u. weißen Rand leicht fingerspurig, wohl aus dem Druckprozess stammend. Zwei kleine gelbliche Fleckchen unter der Darstellung Mi.

Pl. 38,5 x 32,7 cm, Bl. 58 x 48,7 cm, Psp. 75 x 50 cm. 3.000 €
KatNr. 526 Wilhelm Niedermayer, Mutter mit Kind (aus der bayrischen Ostmark). 1934.
KatNr. 526 Wilhelm Niedermayer, Mutter mit Kind (aus der bayrischen Ostmark). 1934.
KatNr. 526 Wilhelm Niedermayer, Mutter mit Kind (aus der bayrischen Ostmark). 1934.
KatNr. 526 Wilhelm Niedermayer, Mutter mit Kind (aus der bayrischen Ostmark). 1934.

526   Wilhelm Niedermayer, Mutter mit Kind (aus der bayrischen Ostmark). 1934.

Wilhelm Niedermayer 1899 Passau – 1965 Englburg

Öl auf Leinwand. Signiert "W. Niedermayer" und datiert u.li. Verso auf der Leinwand Mi. Reste eines Papieretiketts und auf dem Keilrahmen zweimal handschriftlich nummeriert und ortsbezeichnet "No 1. Aus der bayr.[ischen] Ostmark". Weiterhin in Blau nummeriert "1768" und "N. 316". Auf unterer Keilrahmenleiste Mi. ein Papieretikett mit der Künstlerbiografie aus einem Lexikon. In einer profilierten, breiten, hell-beige gefassten Holzleiste gerahmt. Verso auf dem Rahmen li. zwei Papieretiketten, darauf typografisch nummeriert "717" und "207".

Leinwand-Deformation o.li. mit Druckstelle in der Malschicht. Zwei weitere, geringe Deformationen unterhalb des Kinns der Mutter und o.re. mit sehr kleiner Malschicht-Fehlstelle. Unscheinbare längliche, diagonal verlaufende Druckstelle u.li. Bildkanten mit leichtem Rahmenfalzabdruck sowie etwas berieben.

80 x 80 cm, Ra. 100,2 x 100,5 cm. 3.200 €
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso
KatNr. 536 Pablo Picasso

536   Pablo Picasso "Le Gout du Bonheur". 1970.

Pablo Picasso 1881 Málaga – 1973 Mougins

Lithografie, Farblithografien und Farbserigrafien auf "Arches"-Velin. Unsigniert. Vollständige Mappe mit 36 gefalteten Blättern mit insgesamt 71 Darstellungen. Titelblatt, Einleitung von Jean Marcenac und Impressum auf drei gefalteten Blättern. Gesamtauflage 1998 Exemplare, jeweils 666 in französischer, englischer und deutscher Sprache. Im Impressum nummeriert "77". Deutschsprachiges Exemplar, erschienen im Carl Schünemann Verlag, Bremen. Gedruckt von der Dietz Offizin Handpresse. In der originalen Leinen-Klappmappe.
WVZ Goeppert/Cramer 148; Bloch, Livres 150.

Bei dieser Mappe handelt es sich um eine aufwendige Reproduktion von drei Skizzenbüchern Picassos "Suite érotique" aus dem Jahre 1964. Der Druck erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Picasso unter Verwendung authentischer Farbanmischungen, die er auch selbst verwendete.

Vereinzelt minimal knickspurig.

Darst. ca. 15 x 23 cm, Bl. 32,8 x 25,5 cm, Mappe 35 x 27 x 5 cm. 2.200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 558 Curt Querner
KatNr. 558 Curt Querner
KatNr. 558 Curt Querner

558   Curt Querner "Jutta" (Portrait Jutta Manthey ?). Wohl frühe 1970er Jahre.

Curt Querner 1904 Börnchen – 1976 Kreischa

Öl auf Hartfaser. Unsigniert. Verso mit vollflächigem weißen Anstrich, in Blei vom Künstler betitelt "Jutta" und bemaßt o.Mi. Mit Annotationen in Faserstift von Johannes Kühl "[...] Gemälde von Curt Querner unmittelbar aus seinem Atelier von seiner Witwe Regina Querner übernommen / bestätigt Hans Kühl / Kunstausstellung Kühl Dresden" und mit dem Galerie-Stempel re.Mi. versehen. Im profilierten, schwarz- und goldfarben gefassten Künstlerrahmen.
Nicht im WVZ Dittrich.

Ecke u.li. etwas gestaucht, aufgefasert und mit kleinem Farbverlust. Weitere geringe Randläsionen. Verso atelierspurig.

35,2 x 27,7 cm, Ra. 43,3 x 36,2 cm. 4.800-6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 569 Wilhelm Rudolph

569   Wilhelm Rudolph "Vögel". 1920.

Wilhelm Rudolph 1889 Chemnitz – 1982 Dresden
Hans Schreiber 1910 Dresden – im 2. Weltkrieg gefallen

Holzschnitt auf chamoisfarbenem Japan. In Blei unterhalb der Darstellung re. in Sütterlin signiert "Wilhelm Rudolph" sowie bezeichnet "Handdruck" li.

Vgl. Wilhelm Rudolph. Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Malerei und Holzschnitte. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Dresden. Dresden, 2015. Kat.Nr.15, S. 40.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; Nachlass des Malers Hans Schreiber (1910 Dresden - im 2. Weltkrieg gefallen). Schreiber studierte von 1936 bis 1943 an der Dresdner Kunstakademie und war 1938/39 Schüler Wilhelm Rudolphs.

Die seitlichen Randbereiche unscheinbar knickspurig, in der Ecke o.re. etwas deutlicher. Insgesamt etwas stockfleckig. Die Blattecken o.li., u.li. und u.re. mit kleinen montierungsbedingten Materialverlusten, drei Ecken mit geringen Resten eines braunen Montierungsbandes.

Stk. 19,5 x 30 cm, Bl. 26,2 x 37 cm, Unters. 40,1 x 29,7 cm. 1.200 €
Zuschlag 1.000 €
KatNr. 571 Wilhelm Rudolph

571   Wilhelm Rudolph "Kopf eines Erzgebirglers". Mitte 1920er Jahre.

Wilhelm Rudolph 1889 Chemnitz – 1982 Dresden
Hans Schreiber 1910 Dresden – im 2. Weltkrieg gefallen

Holzschnitt auf kräftigem ockerfarbenen Bütten. Im Stock monogrammiert "W.R." u.re. In Blei unterhalb der Darstellung in Sütterlin signiert "Wilhelm Rudolph" re. sowie bezeichnet "Handdruck" li.

Abgebildet in: Wilhelm Rudolph "Gemälde, Zeichnungen, Holzschnitte". Staatliche Museen zu Berlin, National Galerie, 24.02.-17.04, 1977, Nr. 42.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; Nachlass des Malers Hans Schreiber (1910 Dresden - im 2. Weltkrieg gefallen). Schreiber studierte von 1936 bis 1943 an der Dresdner Kunstakademie und war 1938/39 Schüler Wilhelm Rudolphs.

Zur zeitlichen Einordnung des Blattes vgl. den Holzschnitt "Zwerg (auch Jungenporträt frontal)". Um 1925/1926. 44,1 x 35,9 cm, abgebildet in: Wilhelm Rudolph. Das Phantastischste ist die Wirklichkeit. Malerei und Holzschnitte. Dresden, 2015. S. 55.

Insgesamt etwas gebräunt. Die Randbereiche und Ecken deutlich knickspurig und mit Stauchungen, der u. Rand leicht angeschmutzt. Die Blattränder vereinzelt mit kleinen Einrissen, der linke Blattrand mittig mit einem größeren Einriss (ca. 2 cm) , bis an die Stockkante reichend.

Stk. 59,5 x 49 cm, Bl. 72,6 x 53 cm. 3.000 €
Zuschlag 2.500 €
KatNr. 661 Friedrich Karl Ströher, Bildnis eines Knaben. 1916.

661   Friedrich Karl Ströher, Bildnis eines Knaben. 1916.

Friedrich Karl Ströher 1876 Irmenach/Hunsrück – 1925 ebenda

Öl auf Leinwand. Signiert "Ströher" und datiert u.Mi.

Provenienz:: Dresdner Privatbesitz, vormals aus dem Nachlass des Dresdner Lyrikers Gottfried Fischer- Gravelius (1890-1974).

Bildträger doubliert. Malschicht partiell mit unscheinbarer Krakeleebildung, punktuelle kleine Retuschen. Firnis und Keilrahmen erneuert.

46 x 39,5 cm. 3.000 €
Zuschlag 3.200 €
KatNr. 700 Fritz Tröger, Stillleben mit Frühjahrsblühern. 1943.

700   Fritz Tröger, Stillleben mit Frühjahrsblühern. 1943.

Fritz Tröger 1894 Dresden – 1978 ebenda

Aquarell und Federzeichnung in schwarzer Tusche über Bleistift auf festem Papier. Mi. re. in Tusche signiert "Fritz Tröger" und datiert "II 1943". An den Ecken im Passepartout freigestellt montiert.

Passepartout angeschmutzt.

44,4 x 58,3 cm, Psp. 59,5 x 79,5 cm. 1.200 €
Zuschlag 1.000 €
KatNr. 718 Christoph Voll

718   Christoph Voll "Geschwätzige Frauen". 1921.

Christoph Voll 1897 München – 1939 Karlsruhe

Kaltnadelradierung auf leichtem, gelblichen Büttenkarton. Unsigniert. In Blei von Künstlerhand datiert u.re. Verso in Blei von Künstlerhand bezeichnet "Kl." o.re. sowie von fremder (?) Hand undeutlich bezeichnet bzw. nummeriert. Eines von wenigen Exemplaren.
WVZ Weber 33.
Abb. in: Ausst.Kat. "Christoph Voll. Radierungen und Holzschnitte. Druckgraphik aus der Dresdner Zeit 1919-1923" (mit einem Text von Erhard Frommhold), Galleria del Levante, München 1981, S. 33.

Im weißen Rand umlaufend mit zum Teil deutlichen, fachmännisch geglätteten Knick- und Knitterspuren sowie Stauchungen. Der obere Blattrand mit zahlreichen kleinen, der li. und re. Blattrand mit drei bzw. zwei fachmännisch geschlossenen Einrissen. Verso ganzflächig mit Wischspuren einer älteren Klebemontierung sowie am o. Blattrand und mittig mit montierungsbedingten leichten Ausdünnungen im Papier.

Pl. 25,6 x 20 cm, Bl. 44 x 32,5 cm. 1.200 €
KatNr. 733 Paul Wilhelm, Bildnis einer jungen Damen mit Pelzkappe. Um 1908/1909.

733   Paul Wilhelm, Bildnis einer jungen Damen mit Pelzkappe. Um 1908/1909.

Paul Wilhelm 1886 Greiz – 1965 Radebeul

Öl auf Malpappe. Unsigniert.

Zum stilistischen Vergleich siehe das Gemälde "Mädchen mit dunkler Haarschleife im Malsaal", um 1908-1909, Öl auf Pappe, unsigniert, abgebildet in: Werner Schmidt: Paul Wilhelm zum 100. Geburtstag. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik. Dresden, 1987. S. 46, Abb. 16.

Vertikale Knickspuren mit Malschicht-Quetschungen Mi. (über gesamter Höhe des Bildes verlaufend). Ecken und Bildkanten etwas aufgefasert, kleiner Materialverlust in der Pappe am Rand o.Mi. Vereinzelte, winzige Malschicht-Fehlstellen, o.Mi. sowie u.re. eine Stelle mit netzförmigem Krakelee. Mehrere Reißzwecklöchlein am u. Rand sowie zwei Nagellöcher im Bildträger o.li. und u.li. Verso mit Laufspuren einer Flüssigkeit, etwas stockfleckig.

67 x 50 cm. 1.800 €
Zuschlag 4.600 €
KatNr. 1080 Paar klassizistische Leuchter. Wohl Friedrich Reinhard Schrödel, Dresden. 1793.
KatNr. 1080 Paar klassizistische Leuchter. Wohl Friedrich Reinhard Schrödel, Dresden. 1793.
KatNr. 1080 Paar klassizistische Leuchter. Wohl Friedrich Reinhard Schrödel, Dresden. 1793.
KatNr. 1080 Paar klassizistische Leuchter. Wohl Friedrich Reinhard Schrödel, Dresden. 1793.

1080   Paar klassizistische Leuchter. Wohl Friedrich Reinhard Schrödel, Dresden. 1793.

Friedrich Reinhard Schrödel 1728 ? – 1796

12-lötiges Silber. Einflammig. Zylindrischer, kannelierter, von Perlstabdekor flankierter Schaft, der Ansatz mit einem Godrondekor über einer Einschnürung. Gewölbt gearbeiteten Rundstand mit Perlstab-, Akanthusfries- und Zungenfriesdekor. Gesteckte, kegelstumpfförmige Tülle mit Blattfries. Am Standring jeweils mit dem gestempelten Beschauzeichen, dem Jahresstempel "T" sowie dem Meisterzeichen "FRS" im Rechteck.

Zaponiert. Ein Standring auf ca. 3 cm Länge etwas gedellt, Stand etwas uneben. Vereinzelt feine Kratzspuren. An den Tüllen minimale Materialunebenheiten aus der Herstellung. Eine Tülle fest sitzend.

H. 24,7 cm, Gew. 650 g. 2.400 €
Zuschlag 2.000 €
KatNr. 1081 Paar Tafelleuchter. Mailand, Italien. Mitte 20. Jh.
KatNr. 1081 Paar Tafelleuchter. Mailand, Italien. Mitte 20. Jh.

1081   Paar Tafelleuchter. Mailand, Italien. Mitte 20. Jh.

800er Silber, verschraubt. Fünfflammiger Leuchter. Balusterschaft über einem Glockenfuß mit vier Volutenfüßchen. Schaft und Fuß mit einem üppig reliefierten Blatt-, Zungen- und Kugelfriesdekor. Vom Schaft ausgehend ein vertikal aufstrebender sowie vier S-förmig geschwungene Arme mit reliefiertem Blattwerkdekor und je einer balusterförmigen Tülle über einer rosettenförmigen Tropfschale. Am Standring mit der gestempelten Feingehaltsmarke "800" und dem Manufaktur- und Provinzstempel "110MI" im Rhombus.

H. je 40,5 cm, Gew. je 2,3 kg. 2.600 €
KatNr. 1285 Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.
KatNr. 1285 Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.
KatNr. 1285 Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.
KatNr. 1285 Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.
KatNr. 1285 Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.

1285   Höfische Barockkommode. Dresden. Um 1730/1740.

Nussbaum und Pflaume, auf Nadelholz furniert, lackiert. Dreischübiger, querrechteckiger Korpus mit zweifach geschweifter Front über vier gedrückten Kugelfüßen. Die Platte leicht überkragend und mit abgerundeter Kante. Akzentuierung der Schübe durch rautenförmige Innenfelder mit gefladerter Textur sowie einfassenden Ahorn- und ebonisierten Bandintarsien. Die Deckplatte mit einem sehr lebendig gemaserten Innenfald mit einem zentralen Faltstern. Umrahmendes Band in Pflaume in gestreifter Textur, flankiert von Ahorn- und ebonisierten Fadenintarsien. Die Seitenwangen mit lebendig gemaserter Textur sowie nuanciert abgesetzten, breiten, verkröpften Bandintarsien in Pflaume, in gestreifter Textur. Die Schubladen mit jeweils zwei originalen Handhaben in verkröpfter Form, zentral mit einer berainischen Maske und beweglichen Griffen. Mittig je einem originalen Schlüsselschild. Originales Schnappschloss. Rückwand und Unterseite dunkel gebeizt.

Anhand vergleichbarer Möbel in sächsischen Schlössern wie Schloss Pillnitz, Schloss Moritzburg und Schloss Bärenstein lassen sich Handhaben sowie Schlüsselschilde der Kommode eindeutig nachweisen. "Aus der vergleichsweisen Betrachtung von Beschlägen an Dresdner Möbeln kann geschlußfolgert werden, daß in den ersten zwei Dritteln des Jahrhunderts ein Teil der Beschläge vermutlich in Serien aus verschiedenen Teilen und Größen hergestellt und zusammengesetzt wurde. [...] Für die Gestaltung des Möbelbeschlags in Dresden sind drei Einflußkreise bedeutsam gewesen: ornamentale Vorlagen, Beschläge aus England, Frankreich und anderen deutschen Ländern sowie zeitgenössische, plastisch-ornamentale Erzeugnisse in Dresden selbst. Im ersten Drittel des Jahrhunderts sind ohne Zweifel Ornamentstiche aus dem Berain-Marot-Decker-Oeuvre für die Beschläge mit bekrönten Masken und Bandwerk verarbeitet worden."
Zitat aus. Haase, Gisela: Dresdner Möbel des 18. Jahrhunderts. Leipzig, 1983, S. 26. Vgl. auch Abb. 23, 24, KatNr. 31 sowie KatNr. 116, 122.

Provenienz: Sammlung Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Restaurierter Zustand. Deckplatte mit Furnieraufwölbungen und Rissbildung durch Wasserschaden, der Faltstern mit Furnierfehlstellen. Korpus vereinzelt mit kleineren Furnierfehlstellen. Verso im Zargenbereich mit Materialverlust und deutlicheren Altersspuren. Zargenfüße durch gedrückte Kugelfüße ergänzt. Innenseiten der Schübe später mit Papier ausgekleidet. Beschläge mit minimalen Oxidationsspuren.

H. 74,5 cm, B. 82 cm, T. 52 cm. 1.200 €
Zuschlag 1.200 €
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